
Schon gemerkt? Der Paulsenplatz war die letzten zwei Wochen verwaist. Weil: wir waren in Urlaub. Uns zog es dieses Mal in die Großstadt. In DIE Großstadt. New York. Unser letzter Besuch in der City liegt schon ca. 13 Jahre zurück und so wurde es Zeit, dass wir mal wieder nach dem Rechten schauten.
Verrückt. Es ist leiser geworden in NYC! “Don’t honk”-Schilder finden sich an jeder Straßenecke – gleich mit Nennung der entsprechenden Kosten, die die Zuwiderhandlung nach sich zieht: 250$! Die Huperei ist in der Tat viel weniger. Das gilt nicht nur für die zig gelben Taxis, das hat sich auch die Polizei und Feuerwehr zu eigen gemacht. Während wir beim letzten Besuch den Eindruck hatten, es gibt keine Minute, in der nicht irgendwo eine Sirene jault, ist das jetzt offensichtlich nur noch im echten Notfall zu hören. Natürlich hört man andauernd Sirenen da und dort. Aber es ist wirklich deutlich weniger geworden. Und: Die Autos sind leiser. Während damals das Straßenbild von typischen fetten, blechernen, lauten Amischlitten dominiert wurde, sind jetzt vorwiegend hochmoderne, aufgemotzte Dinger unterwegs, die um einiges leiser durch die Avenues heizen. Dennoch: NYC ist alles andere als still! Selbst an großen Hamburger Straßen fühlt man sich dagegen wie in einem beschaulichen Dörfchen. Alleine die Menge der brummenden Klimaanlagen macht eben schon einen tierischen Grundton, der die Stadt beherrscht.
Zwischendurch haben wir uns noch ein paar Tage Frischluft gegönnt und sind mit Leihwagen (Beetle) in den Norden gepflügt: Woodstock. :) Man glaubt es kaum – immer noch Hippie-Enklave. Und nicht nur das: Ökohippie-Enklave! Soviel Bio, wie in diesem kleinen Kaff … Natürlich wird einem auch dort alles vorwiegend in und auf Plastik serviert und verpackt und überhaupt – es lebe der Kunststoff. Aber dann bitteschön immerhin Recycling-Kunststoff. Mülltrennung: Na klar! Überall, auch für öffentliche Mülleimer. Und wenn schon Supermarkt im Dorf, dann ausschließlich Bio-Supermarkt! Abgefahren!
Klaro sind wir auch dahin gefahren, wo das Festival stattfand. Nach Bethel. Will man allerdings die legendäre Liege- und Spielwiese sehen, muss man schon genau suchen. Schilder zur ehemaligen Feststätte sind rar in der Gegend. Hat man sie dann gefunden, erwartet einen eine hübsche Ausstellung zum Thema 60er Jahre und Woodstockfestival und überhaupt. Macht Spaß – kann ich empfehlen, wenn man mal in der Gegend ist. Wofür es allerdings eigentlich keinen Grund gibt. Da ist nämlich sonst nix weit und breit.
Es gäbe noch viel zu erzählen. Zum Beispiel zum Mitbewohner, den wir in Woodstock im Appartement hatten oder zum Thema Fußball WM und wo gucken wir eigentlich die Spiele? und und und. Wer mehr wissen möchte, lade uns zu nem entspannten Bierchen oder Wein ein und lasse es sich O-Ton erzählen … Hier und jetzt noch ein paar Minieindrücke, was uns so vor die Linse gelaufen ist: 19 aus 1671 Bildern ;)
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Ein Kommentar
Hej,
danke für die Eindrücke. Oh Mann, New York ist irgendwie meine Lieblingsstadt – obwohl ich noch nie da war :) Ich will da mal hin. Und so scharf ich auf O-Töne und O-Saft und O-Fotos wäre, so ist der Paulsenplatz zu weit weg ;)
Gruss,
Jørn